Routinen

Eine Routine ist per Definition eine Handlung die durch mehrfaches Wiederholen zur Gewohnheit wird. Wenn wir von Routinen sprechen assoziieren viele Menschen direkt etwas Negatives mit diesem Begriff. "In unsere Beziehung ist zu viel Routine eingekehrt" oder "Mein Arbeitsalltag ist immer derselbe". Diese Routinen sind meist ungewollte Gewohnheiten die sich mit der Zeit entwickelt haben und jetzt fest in unserem Leben integriert sind. "Ich komme aus diesem Alltagstrott nicht mehr raus". Genau wegen dieser Negativbeispiele verschließen sich viele Menschen davor neue Routinen zu entwickeln, denn wer will sich noch mehr Alltagstrott, noch weniger Spaß bei der Arbeit, oder eine noch langweiligere Beziehung? Aber gerade dadurch verpassen diese Menschen die Chance den wohl stärksten Life-Hack überhaupt für sich zu nutzen.

In diesem Blogbeitrag erfährst Du:

  1. den Vorteil von Routinen
  2. wie man Routinen bewusst in sein Leben integriert
  3. Welche Routinen die wichtigsten sind
  4. Was besonders für Studenten interessant ist

Der riesige Vorteil von Routinen

Gewohnheiten fallen uns leicht. Wer kennt es nicht: 01.Januar.X man hat sich neue gute Vorsätze für das Jahr gesetzt und wie sollte es auch anders sein, ist der Erste natürlich wieder regelmäßig zum Sport zu gehen. Im letzten Jahr waren wir wenn es hoch kommt einmal pro Monat laufen und das war es. Jetzt starten wir wieder mit dreimal Training pro Woche und ziehen es auch ganz sicher durch.. (Ironie)

Das Problem an diesen Neujahrs-Vorsätzen ist nicht der gute Wille, sondern alleine die fehlende Routine. Denn wenn wir etwas neues unternehmen kostet uns das Energie. Je weniger Spaß wir an einer Sache haben, desto mehr Energie benötigen wir um sie dann trotzdem durch zu ziehen. Ein gutes Beispiel für Studenten ist hier der Besuch einer Vorlesung, denn für die meisten Studenten erscheint dies als Zeitverschwendung. Das liegt aber nicht daran, dass der Professor schlecht ist, sondern daran, dass man sich durch die fehlende Routine sehr leicht ablenken lässt. Durch die Ablenkung kann man dem Professor nicht hundertprozentig folgen und das mündet dann in wahrgenommener Zeitverschwendung. Durch Routinen verbrauchen wir weniger Energie für Dinge die wir nicht gerne tun, denn wie wir oben definiert hatten, ist eine Routine eigentlich nur eine Gewohnheit und Gewohnheiten fallen uns leicht.

Wie integriert man Routinen in sein Leben?

Um nachhaltig Routinen in sein Leben zu integrieren, muss man gutes Energiemanagement betreiben. So ist es zum Beispiel kaum möglich mehr als eine Gewohnheit zur selben Zeit zu entwickeln. Aus eigener Erfahrung braucht es mindestens einen Monat eine täglich ausgeführte Handlung zur Gewohnheit werden zu lassen. Zum Beispiel könnte man einen Monat lang jeden Tag um 06:00 Uhr aufstehen und seinen Tag beginnen. Nach dem ersten Monat ist dies eine Gewohnheit und dir fällt es immer leichter früh aufzustehen. Versuchst Du eine Handlung zur Gewohnheit werden zu lassen, die Du nicht täglich ausführst, so zum Beispiel zweimal pro Woche joggen, dauert es entsprechend länger als einen Monat. 

Handlungsempfehlung: Arbeite immer nur an einer Routine und nehme dir genügend Zeit um diese wirklich zu verinnerlichen.

Welche Routinen sind die Wichtigsten?

Für mich gibt es aktuell sieben wichtige Routinen in meinem Leben und da man Gewohnheiten immer nacheinander implementiert, sind diese sieben auch für mich die Wichtigsten. 😀

Meine Morgen- und Abendroutinen arbeiten stark zusammen. So versuche ich jeden Abend gegen 24 Uhr mich schlafen zu legen und um 6 Uhr morgens aufzustehen. Auf diese Weise habe ich immer die gleiche Menge an Schlaf und ich kann meine Energie über den Tag gezielter verplanen. Hier sind wir auch schon im Punkt Tagesplanung. Teil meiner Abendroutine ist die Planung des nächsten Tags. (Mehr dazu findest Du in meinem Ebook) Zusätzlich gehe ich dreimal die Woche zum Sport und achte auf meine Ernährung. (Möchtest Du zu diesen Themen mehr hören, kannst Du mir gerne schreiben)

Aktuell arbeite ich an meiner Lesegewohnheit. Ich versuche ein Buch pro Monat zu lesen und jeden Abend ein paar Seiten. An dieser Routine arbeite ich schon sehr lange, denn für mich ist hier nicht bloß wichtig jeden Tag zu lesen, sondern immer mehr zu lesen. Dieses Jahr (2017) habe ich insgesamt 15 Bücher gelesen (keine Hörbücher!) und plane für nächstes Jahr 20 Bücher. Zu den einzelnen Routinen kann ich gerne noch einzelne Blogbeiträge verfassen. Wenn dies gewünscht ist, dann schreib es mir in die Kommentare! 😀

Mehr Freiheit im Studium

Wie können Studenten dies nutzen?

Studenten haben oft das Problem, dass sie nicht damit klar kommen zu 100% für sich selbst verantwortlich zu sein. Aussagen wie "Ich schlaf lieber aus als für die 8:00 Uhr Vorlesung extra zur Uni zu fahren" bekommt man sehr oft von Studenten zu hören, jedoch können diese auch der Startschuss für eine negative Gewohnheit sein. Mal angenommen Du verschläfst jeden Mittwoch deine 8:00 Uhr Vorlesung, weil Du nicht für eine Vorlesung extra zur Uni fahren möchtest, dann entwickelst Du so unterbewusst eine Gewohnheit. Ich glaube alle Studenten können dir diese Entscheidung nachempfinden, aber im Endeffekt schadest Du dir dadurch mehr als es dir nützt. Hättest Du jetzt aber eine Morgenroutine, welche z.B. vorsehen könnte, dass Du jeden Morgen um die gleiche Uhrzeit aufstehst, wäre das Ausschlafen keine Option mehr und Du könntest entweder zu Hause die Vorlesung aufarbeiten, oder einfach direkt zur Veranstaltung fahren. In jedem Fall wärst Du produktiver wenn Du nicht aus schläfst.

Ein anderes Beispiel wäre eine Routine direkt Vorlesung nachzuarbeiten oder jeden Tag aufbauen zu rechnen. Also Lernroutinen. Durch solche Angewohnheiten kannst Du verhindern, dass Du in der Klausurenphase total gestresst bist und den Lernstoff nicht mehr rechtzeitig verstehen kannst. 

Es gibt noch viele weitere Beispiele, aber ich denke, dass Du den Sinn von positiven Routinen verstanden hast. Lass mir doch bitte einen Kommentar da, ob die der Beitrag gefallen hat. 😀 

„People often complain about lack of time when the lack of direction is the real problem“

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2 Comments

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